Vavatzanidis’s Weblog

Deutsch als Fremdsprache

Basteln und Training März 4, 2008

Filed under: Jonglieren — vavatzanidis @ 9:59 am

Jonglieren ist eine tolle Konzentrationsübung. Hier sind Anleitungen, wie man sich leicht Bälle basteln kann. Tipps für den Umgang damit folgen und sogar ein Video vom Workshop mit Marko:

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http://www.tip-top.de/de/TipTop/dsl/html/jonglierbaelle.html

Jonglierbälle selbstgemacht
Sandgefüllte Luftballons geben prima Beanbags ab

Das Jonglieren zählt zu den ältesten Sportarten der Welt. Ägyptische Grab- und Höhlenmaler zeichneten die Tricks mit den fliegenden Bällen schon vor 4.000 Jahren auf Felswände. Erstaunlich: Ihre Bilder zeigen vor allem Frauen. Doch schon bei den alten Römern, Griechen und Chinesen wurde die akrobatische Wurf- und Bewegungskunst auch unter Männern ein Hit.
Im Mittelalter zogen die Jongleure regelmäßig als Gaukler durch die Lande. Hier bekam die sportliche Kunst auch vermutlich ihren Namen: Die lateinischen Worte joculator und pilarius heißen Narr und Ball. Franzosen machten daraus zuerst Joglar, dann Jongleur.
Später wurden die Nummern mit den fliegenden Bällen, Keulen und Ringen feste Bestandteile von Varietés und Zirkusprogrammen. Heute probiert es fast jeder einmal aus. Und das ist gut so, denn Jonglieren macht nicht nur Spaß, sondern schult auch den Geist und trainiert die Fantasie, das Rhythmusgefühl, das Konzentrationsvermögen, die Geschicklichkeit und das Reaktionsvermögen.

Manche Könner jonglieren auf Einrädern oder Stelzen und werfen sogar mit Stühlen oder Kettensägen. Wenn Du kein Profi bist, dann solltest Du auf jeden Fall auf dem Boden mit harmloseren Dingen wie Tüchern, Nüssen oder Stiften starten, am allerbesten aber wie die alten Ägypterinnen mit Bällen.

Insider unterscheiden drei Ballarten:

• Der Beanbag (deutsch: Bohnensack) besteht aus einer weichen Hülle aus Stoff, Leder oder einem anderen griffigen Material und ist mit Sand, Körnern oder einem Granulat gefüllt. Diese Jonglierbälle eignen sich am Besten für Anfänger, denn sie sind schön griffig, rutschen nicht so schnell aus der Hand und springen nicht weg, wenn sie hinunter fallen.

• Der Stageball hat entweder eine Kunststoffhülle, die ebenfalls mit Granulat befüllt ist, oder er besteht komplett aus Kunststoff. Er ist starrer, größer und schwerer als der Beanbag, lässt sich daher sehr zielgenau werfen und eignet sich damit gut für Profiauftritte. Anfänger lassen lieber die Finger davon, denn er flutscht ihnen zu schnell aus der Hand.

• Der Bounceball sieht aus wie ein Stageball, springt jedoch fast wie ein Flummi vom Boden ab. Artisten nennen den Aufprall Bouncen oder Dotzen und beziehen diesen Effekt in ihre Nummern ein. Anfänger kostet dieser Ball Nerven, denn bei jedem Absturz springt er unkontrolliert weit in der Gegend herum.

So kannst Du Dir Beanbags ganz leicht selber machen:

Jonglierbälle aus Luftballons und Sand
Du brauchst pro Ball

• zwei stabile Luftballons in normaler Größe (besser noch einen in Reserve, falls einer zerreißt)
• ca. 100 Gramm Sand oder Reis

außerdem als Hilfsmittel

• einen Trichter
• eine Schere

So wird’s gemacht:

• Streife den Hals des ersten Luftballons über den Auslass des Trichters und befülle den Ballon mit Sand oder Reis, bis die schlappe Hülle schön straff ist.
Jonglierbälle aus Sand• Ziehe den Trichter ab und propfe den Schnippel des Luftballons nach innen.
• Schneide vom zweiten Luftballon den Schnippel ab und stülpe die Blase so über den schon befüllten Ballon, dass sich die Öffnungen gegenüber liegen und kein Sand oder Reis mehr heraus rieseln kann. Manchmal brauchst Du etwas Kraft dazu, aber es klappt am Ende meist doch.

Tipp: Wähle für einen Jonglierball stets Luftballons in zwei unterschiedlichen Farben. Damit sehen die Bälle lustiger aus.

http://www.jong.de/jonglieren.html

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GEOlino Nr. 06/04 – Kunststück! Seite 1 von 4

SERIES_NAME Nr. 06/04 - Kunststück!

Jonglieren – Das Geheimnis der fliegenden Bälle

Der Sommerspaß: Beeindruckt eure Freunde als Jongleur. Wie ihr die Jonglier-Bälle selbst bastelt und es schafft sie in der Luft zu behalten, verraten wir euch hier

Siegmar Münk

© Siegmar Münk

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Bildunterschrift: Beeindruckt eure Freunde mit fliegenden Bällen

Manche Kunststücke sind uralt und überraschen uns doch immer wieder aufs neue. Auf mehr als 6000 Jahre alten Wandbildern aus Ägypten ist zu sehen, wie Menschen mit Gegenständen jonglieren. Wer Geschicklichkeit bewies, machte also schon damals Eindruck und bereitete Zuschauern Spaß. Artisten versuchen, möglichst viele Dinge gleichzeitig in der Luft zu halten, ohne eines fallen zu lassen. Den Weltrekord hält der US-Amerikaner Bruce Sarafian mit zwölf Bällen. Wir fangen mal klein an. Auch mit nur drei Bällen lässt sich nämlich schon einiges anstellen. Vorausgesetzt, ihr bringt die nötige Ausdauer mit, um die Tricks zu lernen

Siegmar Münk

© Siegmar Münk

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Bildunterschrift: Das Handwerkszeug des Artisten

Jonglierbälle – Das Handwerkzeug des Artisten

Ein geübter Jongleur kann seine Kunststückchen mit so ziemlich jedem Gegenstand vollführen, rohen Eiern oder brennenden Keulen zum Beispiel. Für den Anfang empfehlen wir aber Jonglierbälle. Die kann man entweder in Spezialgeschäften kaufen oder mit einfachsten Mitteln selber basteln.

Ihr braucht (für drei Bälle):

  • 6 Luftballons
  • 300 g Reis
  • eine Briefwaage
  • einen Trichter oder ein leeres Filmdöschen
  • Schere
  • eventuell etwas Babypuder

1. Schritt

Nehmt euch einen Ballon und trennt mit der Schere den Gummiwulst an dessen Öffnung ab. Dort hinein schiebt ihr den Trichter oder eine Filmdose, deren Boden ihr vorher herausgeschnitten habt.

2. Schritt

Nun könnt ihr die Gummihülle mit Reis befüllen. Damit alle Bälle am Ende gleich schwer sind, messt mit der Briefwaage nach: 100 Gramm soll jeder Ball wiegen. Bleibt schon bei weniger Füllung der Reis im Trichter stecken, müsst ihr nur einmal hineinpusten. Dann bläht sich der Ballon, und der Reis rutscht hinterher.

3. Schritt

Von einem zweiten Ballon schneidet ihr den gesamten Hals ab. Die verbliebene Hülle stülpt ihr über den mit Reis befüllten Ballon, sodass dessen Öffnung der des zweiten gegenüber liegt. Fertig ist der Jonglierball. Genauso bastelt ihr auch die beiden anderen zusammen, dann kann es losgehen. Werden die Bälle nach ausgiebigem Jongliertraining zu klebrig, könnt ihr sie immer mal wieder mit etwas Babypuder einreiben.

Siegmar Münk

© Siegmar Münk

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Bildunterschrift: Der Klassiker unter den Balltricks

Die Kaskade

Ob in der Zirkusschule oder auf dem Gauklerfest – wo immer man die Jonglierkunst lernen kann, ist diese Figur die erste auf dem Lehrplan: Die Kaskade sieht gut aus und ist – vergleichsweise – einfach.

1. Schritt Stellt euch in der Grundhaltung auf. Die Oberarme liegen nah am Körper. Sie sollen sich beim Jonglieren möglichst wenig bewegen. Die Unterarme winkelt ihr so nach vorn ab, dass ihr eure Hände etwa auf Hüfthöhe halten könnt.

2. Schritt In dieser Position beginnt ihr zunächst mit einem Ball. Werft den hoch, sodass er in die andere Hand fliegt und dabei einen Bogen beschreibt, dessen höchster Punkt etwas höher als euer Kopf liegt. Auf derselben Flugbahn geht’s wieder zurück. Achtung: Schaut weder auf eure Hände noch dem fliegenden Ball hinterher. Euer Blick soll auf den höchsten Punkt des Bogens gerichtet sein!

3. Schritt

Erst wenn ihr diesen Wurf so hinbekommt, dass euch der Ball nicht herunterfällt und seine Flugbahn bei jedem Wurf gleich bleibt, solltet ihr weitermachen. Dafür nehmt ihr in jede Hand einen Ball und haltet den jeweils mit kleinem und Ringfinger in der Handfläche fest. Den dritten Ball werft ihr wieder so hin und her wie im letzten Schritt beschrieben.

4. Schritt

Wenn ihr auch diesen Schritt sicher beherrscht, geht es langsam zur Sache: Ihr werft wiederum einen Ball von einer Hand in die andere, sagen wir von rechts nach links. Doch sobald der den höchsten Punkt seiner Flugbahn erreicht hat, werft ihr den Ball aus der linken Hand nach rechts. Und zwar so, dass er unter dem anderen Ball hindurchfliegt. Auch das müsst ihr so lange wiederholen, bis es fehlerfrei gelingt!

5. Schritt

Jetzt kommt der krönende Abschluss! Beginnt genau wie im letzten Schritt. Doch sobald der zweite Ball den Scheitelpunkt seines Fluges von links nach rechts erreicht hat, werft ihr wiederum den Ball aus der Rechten ab. Ist der ganz oben, kommt wieder einer von links und so weiter. Geübte Jongleure können das stundenlang machen. Bei euch sollte dieser Trick mindestens 20-mal klappen, bevor ihr euch an die nächste Figur wagt.

Siegmar Münk

© Siegmar Münk

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Bildunterschrift: Voller Einsatz für die starke Hand

Die Säulen

Mit dieser Nummer lässt sich mächtig Eindruck schinden. Dabei sind „die Säulen“ gar nicht so schwer. Voraussetzung: Ihr müsst eure stärkere Hand kennen – und ihr beibringen, wie sie allein zwei Bälle jongliert.

1. Schritt Stellt euch in der Grundhaltung auf und nehmt zwei Bälle in eure stärkere Hand. Das ist bei Rechtshändern die rechte, bei Linkshändern die linke.

2. Schritt Werft einen Ball senkrecht hoch, sodass er wiederum seinen höchsten Punkt etwas über eurer Kopfhöhe erreicht. Sobald er dort angelangt ist, werft ihr den zweiten Ball hinterher. Dann fang ihr beide Bälle wieder auf.

3. Schritt

Klappt es bis hierhin, so folgt der nächste Schritt: Brecht die Bewegung nicht mehr mit dem Auffangen ab. Ist der erste Ball gefangen, werft ihr ihn gleich wieder hoch. So entsteht ein Kreislauf. Falls ihr dazu neigt, die Bälle immer weiter nach vorn von euch weg zu werfen, stellt euch zum Üben vor eine Wand.

4. Schritt

In der schwächeren Hand kommt nun der dritte Ball ins Spiel. Den werft ihr gleichzeitig mit dem ersten Ball aus der stärkeren Hand nach oben. Mit dieser Hand vollführt ihr ansonsten dieselbe Bewegung wie im letzten Schritt, nur dass ihr beim Abwurf jedes zweiten Balles die Hand etwas mehr vor eure Körpermitte führt, sodass der Ball genau vor eurem Gesicht aufsteigt. Wenn alles klappt, sind jetzt abwechselnd zwei Bälle links und rechts in der Luft oder der in der Mitte.

Siegmar Münk

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Bildunterschrift: Mit Höchstgeschwindigkeit immer im Kreis

Der Shower

Gemein! So ein Shower (ausgesprochen: Schauer) sieht eigentlich ganz einfach aus. Profis aber wissen: Diese Nummer hat es in sich. Denn hier geht es mit Tempo ans Werk. Da muss jeder Wurf und jede Fangbewegung sitzen!

1. Schritt Stellt euch in der Grundhaltung auf und nehmt zwei Bälle in die stärkere Hand.

2. Schritt Dann werft ihr den ersten Ball von dort in die andere Hand – im gleichen Bogen, wie ihr es bei der Kaskade gelernt habt, oder etwas höher. Erreicht der erste Ball seinen höchsten Punkt, werft ihr den zweiten auf derselben Flugbahn hinterher.

3. Schritt

Übergebt derweil den ersten Ball von der Fang- in die Wurfhand. Und zwar so schnell, dass ihr ihn wiederum abwerfen könnt, wenn der andere Ball gerade am Höhepunkt seines Fluges angelangt ist. Übt diesen Kreislauf gründlich, ehe ihr weitermacht.

4. Schritt

Wenn ihr euch ganz sicher fühlt, könnt ihr den dritten Ball dazunehmen. Am Ablauf ändert sich dadurch nichts – es geht nur alles viel schneller: Zwei Bälle sind stets in der Luft. Immer wenn einer in der Fanghand landet, müsst ihr ihn sofort an die andere übergeben. Sollte das jemandem auf Dauer zu langweilig werden: Übt den Shower einmal andersherum, indem ihr mit eurer schwächeren Hand werft.

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http://www.youtube.com/watch?v=2zb-YllGJdY

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