Goethe “Gefunden”
als Gedicht und Rap für DaF-Niveau B1
Zielgruppe: 12-16 Jährige
Sozialform: Einzeln oder mit Partner
Ziele:
- Begegnung mit deutscher Literatur kein Tabu
- Gedanken zu Aussagen des Gedichts äußern
- Wer war Goethe?
- Deutsche Klassiker mit den Augen und Ohren von Heute
- Wer ist Doppel-U?
- Eigene Meinung bilden und äußern
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gefunden_Bildcollage zur Einstimmung und Vorentlastung
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Das ausgefüllte Arbeitsblatt kann von den Schülern an mich per e-mail geschickt werden.
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Zu den markierten Wörtern gibt es Erklärungen. Einfach mit dem Curser draufgehen, nicht klicken:
(die ersten 2 Strophen)
Gefunden
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.
Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.
(der Rest)
Ich wollt es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?
Ich grub’s mit allen
Den Würzlein aus.
Zum Garten trug ich’s
Am hübschen Haus.
Und pflanzt es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.
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Goethe-Quiz
http://www.welt.de/meinung/article1940968/Warum_zu_viel_Goethe_in_der_Schule_schadet.html
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Schiller-Rap-Wettbewerb
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und hier eine moderne Version:
Das alte Lied
Ich ging im Walde
so für mich hin,
und nichts zu suchen,
das war mein Sinn.
Jedoch o weh! das, was ich fand,
ist meiner Klage Gegenstand:
ich fand im dunklen Waldrevier
Konservenbüchsen und Papier,
Papier, Papier und überall
vom Rost zerfressenes Metall,
zermalmt, verschmiert, verbeult, verdreht,
doch nicht vom Wind hierher geweht,
vielmehr von denen unentwegt
verstreut, verschüttet, hingelegt
und fortgeschmissen, taub und blind,
die sozusagen Menschen sind,
weil Säue (heisst es allgemein)
es nicht gewesen können sein
Hier traf ich haufenweise Schmutz
trotz Heimat- und Gewässerschutz
Den Dreck trifft man im Schweizerland
an manchem Wald- und Wiesenrand
und, wenn nicht dort, bestimmt seit je
in jedem einst so saubern See,
der, algengrün und rot vor Scham
sich deshalb längst das Leben nahm
und, wie das Lied hier expliziert,
nur noch als Leiche existiert ….
Ich ging im Holz so für mich hin,
und goethisch-heiter war mein Sinn,
jedoch o weh! er war’s nicht mehr
nach all dem Unrat ringsumher
Fridolin Tschudi (1912-1966)
gefunden: http://www.deanita.de/waldgedichte4.htm
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